Künstler

Igor Alexeyevich Novikov

Russischer Name
И. Новиков / вероятно Игорь Алексеевич Новиков
Lebensdaten
1961–
Kontext
russisch-schweizerisch
Werke
1
Igor Alexeyevich Novikov

Profil

И. Новиков / вероятно Игорь Алексеевич Новиков | Igor Alexejewitsch Nowikow, russisch-schweizerischer Künstler des späten Nonkonformismus und der postsowjetischen Bildkultur. Seine Kunst arbeitet mit Zeichen, kunsthistorischen Zitaten und der Neubefragung russischer und europäischer Bildtraditionen. Igor Nowikow gehört zu jener Generation, die in den 1980er Jahren am Übergang zwischen sowjetischem Kunstsystem, inoffizieller Szene und internationaler Öffnung arbeitete. Nach seiner Ausbildung am Moskauer Surikow-Institut wurde er mit dem Umfeld des späten Nonkonformismus und des Moskauer Künstlerkreises um die Furmanny Lane in Verbindung gebracht. Seit 1990 lebt und arbeitet er auch in der Schweiz. Charakteristisch für seine Kunst ist der Umgang mit Zeichen, Piktogrammen, kunsthistorischen Zitaten und der Überlagerung kultureller Bildgedächtnisse.

Historische Meisterwerke und bekannte visuelle Formeln werden bei ihm nicht bloß kopiert, sondern als Bildräume neu besetzt. Diese Kunst ist für eine Sammlung russischer Kunst deshalb interessant, weil sie die russische Tradition aus der Perspektive der späten Sowjetzeit und der postsowjetischen Diaspora neu liest. Nowikow steht nicht für akademische Kontinuität, sondern für die reflektierte Aneignung von Kunstgeschichte nach dem Zerfall verbindlicher ideologischer Bildsysteme. Seine Bildzeichen können wie Kommentare auf die museale Tradition wirken: Mensch, Ikone, Meisterwerk und politischer Raum werden in eine neue visuelle Syntax überführt.

Werkcharakter und kunsthistorische Einordnung

Bei bestätigter Zuordnung zu Igor A. Nowikow ist die Bildsprache durch Zeichenhaftigkeit, kunsthistorische Referenzen, ironische Verschiebungen und die Kombination von malerischem Raum mit piktogrammartigen Figuren geprägt. Seine Kunst arbeitet mit Erinnerung an die Moderne und mit der Frage, wie Bilder nach Ideologie, Museum und Reproduktion neu lesbar werden.

Werke in der Sammlung

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